M 221 Übersicht - M 221 A - M 221 B - M 221 BH - M 221 F - M 221 Telefunken - Die Kapseln des M 221
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Das SCHOEPS Kondensatormikrofon M 221 / M 221 A

Das M 221 kam 1955 auf den Markt. Es nutzte die besonderen Eigenschaften der neu entwickelten Röhre AC701 von Telefunken. Erstmals konnten Mikrofone mit nur 20mm Außendurchmesser gabaut werden. Das M 221 A Modell folgte bereits 1956, bis es 1961 zum verbesserten 'B' Modell überarbeitet wurde. Offensichtlichster Unterschied war die mechanische Kapseladaption. Das M 221 und das M 221 A hatten ein innenliegendes Grobgewinde, das M 221 B ein außenliegendes Feingewinde, das bis heute in der Colette-Serie zum Einsatz kommt. Ein weiterer wichtiger Unterschied der drei Modelle war die Polarisationsspannung der Kapsel. Das M 221 und das M 221 B arbeiteten mit 120V, das M 221 A aber nur mit 60V. Da die Verschaltung der AC701 Röhre in allen Modellen sehr ähnlich war, kann das neue Netzteil NTM 221 für alle Varianten verwendet werden.

 

Das SCHOEPS Kondensatormikrofon M 221 B

Die Kondensatormikrofone M 221 B waren anerkannte Kleinmikrofone für den Studiobereich. Ihre für jene Zeit besonders guten elektroakustischen Spezifikationen erlaubten den breitbandigen Einsatz in Tonstudios oder für Radio- und Fernsehproduktionen. Die austauschbaren Kapseln ermöglichten einen vielseitigen Einsatz unter allen denkbaren akustischen Bedingungen. Dank der besonders hohen Lebensdauer der Röhre AC701 hatte dieses Mikrofon jahrelang konstante technische Daten. Die Ausgangsimpedanz war 200 Ohm. Der Ausgangsübertrager konnte auch auf halben Pegel bei nur noch 50 Ohm Ausgangsimpedanz umgelötet werden. Diese Ausführungen sind durch einen roten Punkt am Verstärkerfuß gekennzeichnet. Als Anschluß wurde ein Klein-Tuchelstecker (T 3402) verwendet. Dank der symmetrischen Ausgangsbeschaltung war das M 221 B sehr unempfindlich gegen Brumm- oder HF-Einstreuung.

Wie oben erwähnt hatte das M 221 B eine Polarisationsspannung von 120V. Für die Firma Siemens wurde aber in 1970 eine Sonderserie mit 60V aufgelegt (aus heute nicht mehr ersichtlichem Grund). Die allerletzten 20 Stück des M 221 B wurden 1985 gefertigt.
 

Die HF-dichte Ausführung M 221 BH

In sehr starken HF-Feldern, wie sie beispielsweise in der Nähe von Fernsehsendern auftreten können, werden an ein Mikrofon besondere Anforderungen gestellt. Das M 221 BH hatte eine deutlich verbesserte HF-Einstreufestigkeit, u.a. durch den Einsatz von Mu-Metall und einem verstärkten Steckeranschluß (Tuchel T 3470) mit größerem Durchmesser.
 

Das SCHOEPS Kondensatormikrofon M 221 F

Die Bauformen M 221 und später M 221 B wurden ab 1962 auch als 'F' Version ausgeliefert. Der jeweils einzige Unterschied bestand darin, daß der damals in Frankreich verbreitete Sogie-Stecker verbaut wurde. Dieser Sogiestecker hat aus heutiger Sicht den konstruktiven Nachteil, daß er sich wegen seiner ungünstigen Gewindesteigung gerne lockerte, woduch das Mikrofon im Betrieb ausfallen konnte. Wenn immer möglich, sollte ein solches Mikrofon heute auf den Tuchelstecker umgerüstet werden. Dann kann es auch an das neue Netzteil NTM 221 angeschlossen werden.
 

Das M 221 made for Telefunken

In baugleicher Ausführung wurde das M 221 Mikrofon als OEM Version für Telefunken (M155/1 Kugel, M155/2 Kugel und M155/3 Niere) und auch für Siemens gefertigt. Telefunken und SCHOEPS haben für viele Jahre erfolgreich zusammengearbeitet. SCHOEPS hat einige Mikrofone für Telefunken gebaut und so den Ruf Telefunkens weltweit mit begründet.

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